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Gustave Flaubert

Französischer Schriftsteller

Geb.: 12. Dezember 1821 in Rouen, Frankreich-Normandie;

Gest.:  8. Mai 1880 in Kanteleu, Frankreich-Normandie)

Flaubert wuchs auf in Rouen als jüngerer Sohn des Chefarztes des städtischen Krankenhauses und erlebte, da dessen Dienstvilla, wie damals üblich, an das Krankenhaus grenzte, das Leiden und Sterben dort aus nächster Nähe mit. Er galt als begabter, aber wenig disziplinierter Schüler, der es vorzog, seine Zeit mit Lesen und Schreiben statt mit Lernen zu verbringen. In den Sommerferien 1836 verliebte sich Flaubert in dem Badeort Trouville-sur-Mer in eine etwas ältere Frau, Élisa Schlesinger, die ihn jahrelang als große, unerreichbare Liebe beschäftigte und sein Schreiben inspirierte.

Auf Drängen des Vaters begann er ein Jurastudium, das er aber aufgab. Dennoch machte er in diesen Jahren größere Reisen, deren vorläufig letzte ihn

1850/51 auf den Spuren Chateaubriands in den Vorderen Orient, insbesondere Ägypten, führte.

Nach der Rückkehr richtete sich Flaubert bei seiner verwitweten Mutter ein und führte mit ihrem und seinem Erbe ein zurückgezogenes . Flaubert schrieb schon seit seiner Jugend unermüdlich, zunächst im Stil der Romantik. Er stellte aber so hohe Ansprüche an sich selbst, dass er lange Jahre alle Manuskripte unpubliziert ließ. Sein erstes gedrucktes Werk wurde schließlich der

1851 begonnene Roman Madame Bovary.

1856 erschien der Roman Madame Bovary im Feuilleton der Revue de Paris. Der Roman trug ihm sogleich einen Prozess wegen Verstoßes gegen die Sitten ein, doch wurden Flaubert und die Zeitschrift dank des klugen Plädoyers ihres Anwalts wurde

1857  Flaubert freigesprochen. Der Prozess wirkte sich letztlich sogar positiv aus, denn er verhalf der Buchversion, als sie 1857 herauskam, zu einem Verkaufserfolg. Sie stellt die Geschichte einer Pächtertochter dar, die nach der Heirat mit einem Dorfarzt rasch unzufrieden mit ihrem sie zwar liebenden, aber biederen Mann ist, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil sie sich nach dem Vorbild von Romanen und Frauenmagazinen ein Leben in Leidenschaft und Luxus erträumt. Zwar schafft sie es, mittels zweier Liebschaften und eines gewissen Luxuskonsums einige Schritte zur Realisierung eines solchen Lebens zu tun, wird aber immer wieder eingeholt von der Trivialität und Enge ihrer realen Verhältnisse, bis sie schließlich von Schulden erdrückt Selbstmord begeht.

Die Bovary und die Éducation gelten als epochemachend für die Entwicklung des europäischen Romans, und zwar aufgrund der Idee Flauberts, seine Protagonisten nicht mehr (wie z. B. Balzac dies tat) als Ausnahmepersonen zu konzipieren, sondern als gänzlich unheroische Durchschnittscharaktere.

Flaubert gilt als einer der besten Stilisten der französischen Literatur und als ein Klassiker des Romans. Zusammen mit Stendhal und Balzac bildet er das Dreigestirn der großen realistischen Erzähler Frankreichs. Ganz wie die beiden anderen wurde auch er von der Académie française nicht für würdig befunden aufgenommen zu werden.

Professor. Peter Ackermann - Übersicht Original Radierungen / Overview of original etchings

Kurze Beschreibung dieser Kunstausstellung von Ackermann und Bloemertz

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