Max Beckmann

Maler und Graphiker

geboren: 12.2.1884 in Leipzig gestorben: 27.12.1950 In New York

B. wird gewöhnlich als führender Maler des deutschen Expressionismus bezeichnet. Das ist keineswegs im Sinne des Künstlers, der eine solche Zuordnung als einschränkende Charakterisierung und damit als Möglichkeit des Missverstšndnisses seiner Malerei empfand. Beckmann war Realist und Individualist, dessen Bilder Visionen und Erkenntnisse sind, Gleichnisse für das Ausgeliefertsein des Menschen an die rohen, zerstörerischen Gewalten seiner Zeit. Diese Malerei ist mehr als nur Ausdruck dieser Zeit, sie ist Warnung und Analyse in einem. Man glaubt den Bildern die seelische Last nachzufühlen, die auf dem Maler geruht haben muß, bis er die Gesichte los war, die ihn quälten. Dennoch wäre es falsch, Beckmanns Malerei nur unter einem tragischen Aspekt zu sehen, denn im Grunde stand hinter ihr eine vorbehaltlose Lebensbejahung. Beckmann begann 1899 bei Frithof Smith an der Kunstschule in Weimar zu studieren. Seine frühen Arbeiten zeigen den Einfluß von Liebermann und Corinth. Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war Beckmanns gesellschaftskritische Periode, deren Ergebnisse den thematisch ähnlichen Bildern von Grosz oder Dix nicht nachstehen. 1915 war Beckmann aus dem Krieg nach Frankfurt am Main entlassen worden, wo er bis 1933 wohnte. Seit 1925 war Beckmann Lehrer an der Frankfurter Kunstschule bis ihn 1933 die Nationalsozialisten aus seinem Amt vertrieben. Beckmann verließ Frankfurt 1933, hielt sich bis 1937 in Berlin auf und ging von dort nach Amsterdam, wo er Asyl fand.

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