EUROPÄISCHE UND INTERNATIONALE KÜNSTLERLINNEN UND KÜNSTLER EUROPEAN AND INTERNATIONAL ARTISTS KÜNSTLERGRUPPE • @rtist-group E-Mail: kuenstlergruppe@kuenstlergruppe.de • Internet: www.kuenstlergruppe.de + www.artist-group.com Hans Terwege • Hauptstraße 31 • D 56379 Weinähr • Telefon 0049 (0)2604 7270 Kandinsky, Wassily
Maler und Graphiker
geboren: 4.12.1866 in Moskau, gestorben: 13.12.1944 in Paris
In Wassily Kandinsky vereinigte sich ein ungewöhnlich ausgeprägtes Empfinden für Farbe und Form mit einer scharfen bildnerischen Intelligenz. Er gilt allgemein als der erste abstrakte Maler. Sein frühestes abstraktes Bild entstand 1910. Bereits 1906 hatte Kubin "angeregt durch Blicke in das Mikroskop" das unzulängliche einer Beschränkung auf die dem bloßen Auge sichtbare Welt empfunden und "wie in einem Rausch" etwa 20 Bilder mit visionären, aus dem Unbewussten erfühlten Formen geschaffen. Jedenfalls aber gebührt Wassily Kandinsky das Verdienst, das intuitiv Erfasste als erster ganz Bewusst entwickelt zu haben. Mit der Überwindung der Dingwelt machte er in seinem Schaffen eine allgemein latente Sehnsucht nach völlig neuen künstlerischen Aspekten sichtbar. Nicht allein das soziale Gefüge der Gesellschaft erwies sich als überständig und verlangte nach Neuordnung. Auch das bisherige Weltbild war fragwürdig geworden. Um 1900 entwickelte Max Planck die Quantentheorie; darauf folgte 1905 Einsteins Relativitätstheorie. Das führte zu einer neuartigen Weltschau deren Tragweite noch nicht überblickt, sondern erst in unklaren Vorstellungen erahnt werden konnte. Zugleich verlor der Mensch seine Bedeutung als das Maß aller Dinge. Die Psychoanalyse stieß in die Bereiche des Unbewussten vor. Blieben zu Beginn dieses Weges auf seinen Bildern die Formen noch häufig unter der Abstraktion zu erahnen, so verzichtete er schon bald auf jegliche Anklänge an die reale Welt. Wassily Kandinsky wurde 1866 in Moskau als Sohn wohlhabender Eltern geboren. In Moskau studierte er Jura und Volkswirtschaft. Seine ungewöhnliche Intelligenz befähigte ihn besonders zu wissenschaftlicher Arbeit. Er nahm teil an einer Forschungsreise durch Nordostrussland und wurde daraufhin von der Moskauer Gesellschaft für Naturwissenschaft Ethnographie und Anthropologie sowie von der Juristischen Gesellschaft zum Mitglied gewählt. 1900 besuchte er die Akademie der bildenden Künste in München unter Franz von Stuck. 1908 zog er von München mit Gabriele Münter nach Murnau am Staffelsee. 1909 gründete Kandinsky die "Neue Künstlervereinigung München", der sich unter anderem Paul Klee, Alfred Kubin und August Macke anschlossen. Aus diesen Jahren berichtete Kandinsky in seinen Rückblicken von einem für seine Kunst entscheidenden Erlebnis. 1911 fand in der Münchener Galerie Thannhauser die Ausstellung unter der Bezeichnung "Der Blaue Reiter" nach dem Jahrbuch das Kandinsky und Marc für den Piper-Verlag gestalteten. 1912 gab Piper Kandinskys Buch "Über das Geistige in der Kunst" heraus. Kandinsky begründete in diesem Werk die Ästhetik der abstrakten Kunst, die nach seiner Ansicht die Zukunft beherrschen werde. Wie Paul Klee lehrte auch Kandinsky am Bauhaus Formgestaltung. In seinem 1926 erschienen Buch "Punkt und Linie zu Fläche" gab er eine Art Grammatik zur Kunst.
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