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Biography in English

PECHSTEIN Max

Maler und Graphiker

geboren: 31.12. 1881 in Zwickau, gestorben.: 29.6.1955 in Berlin
Pechstein trat, nachdem er Heckel und Kirchner kennen gelernt hatte, der Dresdner Künstlergruppe "Brücke" im Jahre 1906 bei. Obwohl seine Gemälde aus jener Zeit einen deutlich ausgeprägten expressionistischen Charakter zeigen, wurden sie vom Publikum bereitwilliger aufgenommen als die Werke der anderen Brücke-Maler; viele Leute hielten ihn sogar für das Haupt dieser Gruppe. Zahlreiche Artikel befassten sich mit seinem Werk und drei Monographien erschienen zwischen 1916 und 1922. Nach seiner Schulzeit kam Pechstein 1896 zu einem Zwickauer Malermeister in die Lehre. 1900 siedelte er nach Dresden über; dort besuchte er zunächst die Kunstgewerbeschule und von 1902 bis 1906 die Akademie, wo er Otto Gußmanns Schüler wurde. 1906 schloss er sich den .Brücke-Malern an. In seiner Dresdner Zeit beeindruckten ihn Vincent van Goghs und Munchs Werke überaus stark. An der Akademie hatte er ein Stipendium gewonnen, das es ihm ermöglichte, 1907 nach Italien zu reisen, wo er sich besonders mit Giottos Gemälden und etruskischer Kunst befasste. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland lernte er Kees van Dongen und vermutlich einige der Fauves kennen, die sein Werk beeinflussten. Inwieweit diese Kontakte für Pechsteins weitere künstlerische Entwicklung verantwortlich sind, mag dahingestellt bleiben: )jedenfalls entfaltete er seitdem einen offeneren und weniger introvertierten Stil als man ihn im allgemeinen bei den Brücke-Malern findet. 1908 ließ sich Pechstein in Berlin nieder und wurde 1910 Mitbegründer der "Neuen Secession". Von da an sollte Berlin der Sitz seines Schaffens bleiben; in dieser Stadt gelangte er zu Ruhm und Ehren. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges musste Pechstein jedoch seinen Aufenthalt vorzeitig abbrechen. Er kehrte schließlich wieder nach Deutschland zurück und war 1916-17 an der Westfront. 1917 entstand sein Palau-Triptychon, das aus Erfurter Privatbesitz verschollen ist. Dieses Werk wirkt nämlich derb stilisiert; vielleicht war es die Anerkennung des Expressionismus im Deutschland der Jahre nach dem Ersten Weltkriege, die bei Pechstein wie auch bei anderen Brücke-Malern dazu geführt hatte, seinen ursprünglichen Rebellionsgeist zu dämpfen. Aber seine Gemälde aus den sogenannten Goldenen Zwanziger Jahren, wie etwa das Bildnis junge Dame (Abb.), folgen noch jenen Kriterien, die von der Gruppe erkämpft und aufgestellt worden waren. Pechstein wurde 1923 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. 1933 erhielt er als .entarteter. Künstler Berufsverbot. Von 1945 bis zu seinem Tode war er als Lehrer an der Berliner Akademie tätig.

Werkauswahl:

Berlin Staatliche Museen (Ost), Nationalgalerie . Weiblicher Akt·, 1910, Leinwand, 80x70 cm / "Selbstbildnis", 1926, Leinwand, 90 x 75 cm. - Stiftung Staatliche Museen (West), Nationalgalerie .Am Strand, 1911, Leinwand, 50x65 cm / "Sommer in den Dünen", 1911, Leinwand, 75x100 cm: - DETROIT Institute of Arts .Unter den Bäumen, 1911, Leinwand, 74x99 cm. - ESSEN Museum Folkwang, In der Hängematte, 1920, Leinwand, 94x114 cm. - HALLE A. D. SAALE Staatliche Galerie Moritzburg .Zurückgekehrte Kähne, 1919, Leinwand, 89x63 cm. - HAMBURG W. Reinhold .Tänzerin·, 1924, Leinwand, 72x60 cm. - KÖLN Wallraf-Richartz-Museum, Nr. 2866 .Das grüne Haus. 1909, Leinwand, 75x75 cm. - LUGANO Slg Thyssen-Bornemisza "Pferdemarkt", 1910, Leinwand, 70x87 cm. - MÜNCHEN Neue Staats- Galerie "Weiblicher Akt im Zelt", 1911, Leinwand, 71 x89 cm / .Selbstbildnis·, Leinwand, 65x51 cm /"Küstenlandschaft", Leinwand, 60x70 cm. - Privat-Slg .Nach dem Bade·, l911, Leinwand, 100x75 cm /"junge Dame (des Künstlers spätere Frau Martha), 1922, Leinwand, 80 x 100 cm. - NEW YORK Van Diemen Lilienfeld Galleries ·Das Rettungsboot, 1913, Leinwand, 186x90 cm.

Literaturhinweis:

Katalog der Ausstellung "Painters of the Brücke" (Tate Gallerv,), London 1964. - M. PECHSTEIN "Erinnerungen" (hrsg. von L. RElDEMEISTER), Wiesbaden 1960. - Katalog der Ausstellung "Der junge Pechstein" (Schloß Charlottenburg), Berlin 1959. - K. LEM- MER "Max Pechstein und der Beginn des Expressionismus", Berlin 1949. - M. OSBORN "Max Pechstein", Berlin 1912. - P. FECHTER "Das graphische Werk Max Pechstein, Berlin 1921. - VJ. HEYMANN Max Pechstein München 1916. H. Read
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