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LEGER,  Jules Fernand Henri

Maler und Graphiker

geboren: 4.2.1881 in Argentan (Orne), gestorben.: 17.8.1955 in Gif-sur-Yvette
Die Kunst Fernand Legers stellt eine der persönlichsten Ausdrucksformen in der zeitgenössischen Malerei dar. Ihr Ausgangspunkt ist die Welt, die uns umgibt: die in hohem Grade technisierte, eigenartige Landschaft des 20. Jahrhunderts. Diese Szenerie wird von Leger zu einem völlig neuen Realismus mit seiner ganz eigenen Poesie umgewandelt - alltäglich und doch klassisch, würdevoll und dennoch heiter. Legers reifer und bekanntester Stil trat während der 20er Jahre hervor und wurde bis zu seinem Tode noch verfeinert und langsam weiterentwickelt. Nachdem er den Rang eines der führenden Maler der modernen Richtung erreicht hatte, konnte Leger seine Energie auf die Schaffung von Wandgemälden, mehrfarbigen Skulpturen, Mosaiken und Glasmalereien richten. Fernand Legers Eltern waren Bauern. Mit 16 Jahren verließ er seine ländliche Umgebung, um bei einem Architekten in Caen in die Lehre zu gehen. Von 1902 bis 1903 leistete er seinen Militärdienst und besuchte danach für kurze Zeit eine Kunstakademie. Dann begann er zu malen, wobei er von einem impressionistischen Stil allmählich zu einer mehr fauvistischen Manier überging. Im Salon d'Automne von 1907 sah er die große Cezanne-Ausstellunglung; in der Folge trat ein beachtlicher Stilwandel ein. In dieser neuen Richtung wurde er durch seinen Kontakt mit Künstlern wie Delaunay, Archipenko und Laurens bestärkt. Der Einfluß von Cézanne und dem Kubismus wird sichtbar in dem Bild Der Sämann. 1913 malte Leger eine Reihe von Werken mit dem Titel Kontrast der Formen (Paris); das war die nächste Stufe jener Phase, die mit den Rauchern begonnen hatte. Wie schon aus ihren Titeln hervorgeht, sind diese Werke völlig abstrakt. Leger behielt hier die Kontrastierung zylindrischer und eckiger Formen bei, deren jede in raschen schwarzen Strichen umrissen und hauptsächlich in Rot, Blau und Gelb gemalt ist, wobei die Rundheit durch weiße Höhungen betont wird. Dasselbe dynamische Prinzip wurde auch auf Figurendarstellungen angewandt, wie beispielsweise in den Bildern Die Treppe (Basel, Paris) von 1914 mit einem kraftvollen Gefühl von Bewegung. Mit dem Bild Die Bahnsignale (Paris) von 7918 begann in Légers Kunst eine neue Phase, die durch seine Kriegserfahrung eingeleitet war. Er suchte seine Themen nun in der ihn umgebenden Zivilisation, in der Welt der Maschinen und Arbeiter, der Schleppdampfer und Räder. In mancher Hinsicht war dieser Themenkreis dem der Futuristen ähnlich, aber Legers Welt war viel weniger literarisch und prätentiös: bei ihm handelte es sich um eine empirische Antwort auf das zeitgenössische Leben - eine Antwort, die ihren., Aus druck fand in der dynamischen Wechselwirkung der Formen in dem einzelne Elemente der Wirklichkeit als abstrakte Bildbestand teile gestaltet wurden. Diese neue Phase war auch von einer neuen I Maltechnik gekennzeichnet: die Formen sind nicht mehr jede für sich sorgfältig modelliert, sondern größtenteils als flache Felder dargestellt, präzise in Umriß und Farbe, in streng architektonischer Manier angeordnet und mit einer größeren statischen Betonung. Das Jahr 1927 brachte eine neue Phase in Légers Kunst. Er wandte sich von den abstrakten Werken von 1925 ab und malte in einem naturalistischen Stil, der die Gegenstände im allgemeinen leicht erkennen läßt. Ein abstraktes Gefühl für Komposition wurde beibehalten; die Formen sind im freien Raum nebeneinandergestellt, beispielsweise in Komposition mit einer Hand und Hüten (Paris) von 1927, wo er innerhalb eines architektonischen Rahmengerüstes verschiedene Hüte, Löffel, Flaschen, Spielkarten und ein Gesicht im Profil anordnete. Im selben Jahr malte Leger die bedeutende Figurenkomposition Frau mit Vase (New York); dieses Werk erinnert rnit seinem schönen, formalen Gleichgewicht, seiner Klarheit und Würde an antike griechische Plastiken. In den folgenden zehn Jahren wandte sich Leger einer organischeren Form des Malens zu, wobei der Gegensatz der Formen jetzt eine tiefere Bedeutung hatte; auch kehrte er zur Darstellung der menschlichen Gestalt zurück. 1933 trat mit dem Bild Die Akrobatin Marie (Paris) das Motiv der Monumentalfigur zutage, das bis zum Tode des Künstlers häufig wiederkehren sollte. Während der 30er Jahre schuf Leger eine große Anzahl von Stilleben, die von einem starken organischen und abstrakten Gefühl erfüllt sind. Er malte auch bedeutende Wandgemälde, etwa 1935 für die Brüsseler Exposition Internationale des Beaux-Arts und 1937 für das Palais de la Decouverte in Paris. Während der 30er Jahre besuchte Leger dreimal die Vereinigten Staaten.
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